FAQ: Die wichtigsten Fragen zum großen Update 🐾

    Warum habt ihr den COI jetzt nach Wright berechnet und nicht mehr über Genomic Relationship Matrix?

    Bisher gab's leichte Abweichungen zwischen den errechneten Werten. Das liegt daran, dass beide Methoden sich in ihrer Rechnungsmehtode unterscheiden. Beide sind auf ihre Weise korrekt. Der COI-Wert ist immer ein theoretischer Wert, der sich vom tatsächlichen Wert eines Indiviuums unterscheiden kann. Die Methode nach Wright (über 10 Generationen) ist international am weitesten verbreitet - so könnt ihr eure Werte besser mit anderen Datenbanken und Züchtern vergleichen. Alle COI's wurden bereits neu berechnet und sind somit auf dem aktuellen Stand.

    Was bedeutet der neue COI-Reliability-Wert genau?

    Er zeigt in Prozent, wie vollständig das Pedigree auf 10 Generationen ist (max. 2046 Ahnen möglich) und damit wie zuverlässig der berechnete COI ist. Denn der kann nur genau sein, wenn auch alle Ahnen eingetragen sind.
    • 100 % → Pedigree vollständig → COI zuverlässig
    • z. B. 70 % → Viele Ahnen fehlen → Der COI ist weniger aussagekräftig (kann zu niedrig wirken, weil unbekannte Inzucht nicht erfasst wird).
    Kurz: Je höher die Reliability, desto vertrauenswürdiger der COI!

    Warum zeigt der Ahnenverlustkoeffizient (AVK) jetzt in % die Anzahl einzigartiger Ahnen?

    Dieser Wert orientiert sich am AVK nach Breedmate. Die neue Darstellung ist logischer und intuitiver: Sie gibt direkt den Prozentsatz der einzigartigen Ahnen an. AVK = 100 % → Alle theoretisch möglichen Plätze im Pedigree (z. B. 62 bei 5 Generationen, 2046 bei 10 Generationen) sind mit unterschiedlichen Hunden besetzt. Kein einziger Ahne kommt mehrfach vor → kein Ahnenverlust.

    Dieser Wert ist eine sehr nützliche Ergänzung zum COI. Der COI misst nur die neue Inzucht, die durch diese konkrete Verpaarung entsteht (er vergleicht die eine Seite des Stammbaums mit der anderen). Vorangegangene Inzucht in den Linien eines oder beider Elternteile kann der COI allein kaum abbilden - genau hier zeigt der Ahnenverlust (bzw. der AVK) die bereits eingetretene Verengung der genetischen Basis.

    Bsp.: Verpaart man zwei Hunde aus völlig unterschiedlichen Linien, die jeweils selbst aber stark liniengezogen auf ihre eigene Linie sind (und einen hohen COI haben), dann haben die Nachkommen meist einen sehr niedrigen COI. Doch der AVK macht dann den vorangegangenen Ahnenverlust deutlich.

    Ändern sich die Werte bei meinen alten Hunden jetzt stark?

    Meist nur leicht (COI oft etwas niedriger durch Wright-Methode). An allen anderen Daten hat sich nichts geändert - nur die Berechnungsweise und Darstellung sind moderner und genauer. Wer noch die alten COI-Werte auf seiner Homepage hat, kann diesen auch stehen lassen und den neuen Wert nach Wright einfach zusätzlich ergänzen. Bsp: 9% nach Genomic Relationship, 8% nach Wright - wenn man es ganz genau angeben will. Es genügt aber auch ein Wert.

    Was mache ich, wenn der COI Reliabillity-Wert bei meinem Hund niedrig ist?

    Je vollständiger das Pedigree (besonders auf 10 Generationen), desto höher die COI-Reliability und desto aussagekräftiger alle Werte. Ist der Wert niedriger als 100%, dann fehlen Ahnen, vielleicht auch erst weit hinten im Pedigree. Habt ihr Pedigree-Unterlagen eurer Hunde, dann sendet sie uns zu, dann können wir fehlende Daten ergänzen und der Hund kann neu berechnet werden.

    Funktionieren Testverpaarungen (Trial Pedigrees) noch wie früher?

    Ja, genau wie bisher, nur besser: Jetzt seht ihr zusätzlich COI-Reliability und Ahnenverlust für die hypothetische Verpaarung. 🧪 Probiert's aus!

    Wo finde ich die neuen Deckrüden-Liste und Favoriten?

    Diese Funktion wird in Zukunft noch freigeschaltet.

    Ich versteh was nicht / hab einen Bug gefunden - was nun?

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    Noch mehr Fragen? → Immer her damit – wir erweitern den FAQ gerne!